Unternehmensgründung: Die Namensgebung – Unternehmensname oder Firma

Aus dem Tagebuch eines Unternehmens-Gründers

Der Fall:
Webdesigner W. hatte sich entschlossen, nach seiner Ausbildung eine eigene Agentur zu eröffnen. Aktuell ist er noch alleine und er möchte zum 1.6. 2016 mit der Agentur starten. W. möchte im wesentlichen standardisierte onlineshops erstellen und diese teilweise mit der Softwarelizenz vertreiben. Was muss er tun? Zunächst geht es um die Namensgebung.

Bei der Gründung eines Kleingewerbes sind die Unternehmensname oder Firma und ggf. deren Absicherung zentral, um später nicht nochmal neu anzufangen …

Namensgebung

Zunächst muss er sich Gedanken darüber machen, wie sein Unternehmen heißen soll. Die Namensgebungsmöglichkeiten sind auch von der gewählten Rechtsform abhängig. So ist eine Firma mit einem futuristischen Touch, wie z.B. webdesign webix nur bei einer Kapitalgesellschaft mit entsprechendem Handelsregistereintrag möglich. Wenn es nicht unbedingt der klangvolle Name im Handelsregister sein muss oder Haftungsrisiken ausgeschlossen werden müssen, geht es im Falle einer Gründung durch eine einzelne Person auch mit einem einzelkaufmännischen Betrieb. Doch auch dieser möchte seinen Namen haben: Nur heißt das dann nicht Firma sondern Marke.  Diese Marke muss nicht eingetragen oder irgendwo angemeldet sein. Das Unternehmen nennt sich dann also z.B. Klaus W. webdesign webix, wobei webdesign webix als Logo gestaltet werden darf und dann auf den Firmenpapieren steht.

DPMA (Deutsches Patent und Markenamt)

Bei dieser Pseudo-Marke empfiehlt es sich kurz die Ansprüche möglicher Dritter zu prüfen. Das gelingt einfach über mögliche Suchmaschineneinträge oder über eine Markenrecherche. https://register.dpma.de/DPMAregister/marke/einsteiger?lang=de

Die Verbindung von Firmen- oder Markenbezeichnung mit dem eigenen Namen sichert in vielen Fällen die Berechtigung.

Da es für einen professionellen Unternehmenseindruck nicht schlecht ist, eine eigene Internetseite zu haben, kann auch über die Namensgebung von Internetdomains getestet werden, ob möglicherweise Dritte ältere Rechte haben. https://www.checkdomain.de/domains/suchen/ oder https://www.denic.de/webwhois/

Zu beachten ist hier noch, dass es Wortmarken, Bildmarken oder Kombinationen davon gibt, die dann in Deutschland, Europa- oder weltweit gelten. Die Rechte einer solchen Marke beziehen sich aber immer nur auf bestimmte Tätigkeiten, die beispielsweise nach sogenannten NIZZA-Klassen abgegrenzt werden.

Falls es doch eine Kapitalgesellschaft sein soll muss auch die örtliche IHK ihre Zustimmung zum Namen/ zur Firma geben.